Café Kafka am dienstag

Oh Himmel, vollgequalmt! Vielleicht sollte sie mit der Raucherei aufhören.  Sie stinkt, sie brennt sich. Sie zündet sich eine nach der anderen an. Oder gar eine an der anderen. Wähdu!

Hilfe, jetzt geht’s da nebenan auch noch um Sex. Gibt‘s auch noch andere Probleme??? Ach ja, Kunstgeschichte-Studium und Filme machen, boah, ich muss hier raus. Ist AK eigentlich immun gegen kettenrauchende sexhabende Kunstgeschichtestudentinnen? Gegen Zigarettenrauch im Allgemeinen? Irgendetwas muss zwischen mich und diese Mädchen. Ich entscheide mich für Morten Harket. Schon besser. Und jetzt also die Sache mit Zweidler.

Oh Benno, weisst du eigentlich. wie du jetzt aussiehst? Du bist durchschnittlich gross, schlank aber nicht zu sehr, durchschnittlich muskulös. Aber du hast das schönste Gesicht der Welt und das hängt in Wien an der Wand des Café Kafka. Den ruhigsten Blick der Welt. Halblanges, wahrscheinlich halblanges, schwarzes oder dunkelbraunes, wohl eher dunkelbraunes Haar und – sorry – einen kurzgehaltenen Vollhart, eine markante, leicht gebogene Nase, einen breiten Mund mit voller Unterlippe. Zwischen deinen Augenbrauen hat sich eine Kerbe, ein Grübchen eingenistet. Du trägst dein glattes Haar mit einem Mittelscheitel. Deine Augen sind auf dem Bild dunkel. Ich frage mich, ob sie in Wirklichkeit grau sind?

Wenn du lächelst, entblösst du ebenmässige, weisse, gesunde Zähne – logisch als Sohn eines Zahnarztes. Manchmal bindest du deine Haare zusammen. Vor allem, wenn du wie heute mit Bernadette aus bist und ein Hemd trägst. Welches sind deine Farben? Am liebsten Schwarz und dunkelgrau? Aber wenn ein Fall dich arg beschäftigt, kann’s schon mal auch orange, gelb oder himmelblau sein? Oder was noch? Nun ja, das passt wohl schon recht gut zum martialischen sportlichen Elsener? Ihr beiden bereitet mir einfach noch immer Kopfschmerzen.

Nun gut, da sitzt du, vor den Augen von Beyeler und Zweidler verborgen. (Gott, noch immer der Sex) Und plötzlich – du erwartest Jonathan endlich mit Bericht zurück:

Benno liess seinen Blick durch den Drittel des 
Lokals schweifen, der sich ihm eröffnete. Hinter 
den vorbeidefilierenden Brunch-Gästen eröffnete 
sich ihm der Blick auf den Kalanderplatz. 
Auch da war Leben erwacht. Ankommende, Abziehende. 
Spazierende. Und Jonathan. Was der bloss da 
draussen suchte? War Zweidler auf ihn aufmerksam 
geworden und er musste sich jetzt verkrümeln?  

Was jetzt?

 

Advertisements

Danke für deinen Kommentar:

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Eine WordPress.com-Website.

Nach oben ↑

Whatever

THIS MACHINE MOCKS FASCISTS

Leya

To See a World in a Grain of Sand...

Amanda Mininger

Writer | Author