„Mannhart & Elsener“ – das manuskript

wohlan – es werde überarbeitet 🙂

nachdem ich im WriMo die rohfassung für „Statuette“ runtergeschrieben habe, mache mich mich daran, das manuskript „Josefwiese“ in eine 2. fassung zu bringen

der plan: alles in einem zug durchlesen 

das ziel: plotlöcher, zeitliche verdrehungen und andere inhaltliche fehler identifizieren

zeitrahmen: bis ende februar – drei wochen nur zum lesen, denkt ihr? stimmt. liegt einerseits daran, dass ich nicht mehr so schnell lese, wie früher und dann auch daran, dass ich eine woche skifahren gehe *freu* (natürlich mit dem manuskript im gepäck 😉 )

wie überarbeitet ihr eure geschichten? könnt ihr das am bildschirm leisten oder braucht ihr ein gedrucktes exemplar zum reinschreiben, so wie ich? 

ich freue mich auf eure ideen.

wir lesen uns ❤

tag 12 – ein zitat aus deinem letzten manuskript

ich sitze gerade auf der blumeninsel mainau und kann mich fast nicht entscheiden, welche textstelle ich euch zeigen soll. 

„Herr Elsener, ich bringe Ihnen Ihren neuen Chef.“ 

Elsener? Bestimmt hatte er sich verhört.  

Er betrat den Eckaum. Zwei Seiten nahmen Fenster ein. Sonnenstrahlen malten durch die heruntergelassenen Rollläden helle Punkte auf den Boden. Davor standen zwei Schreibtische einander gegenüber. Eine Wand war mit einer grossen Stadtkarte tapeziert. Die andere weiss gestrichene Wand war mit Magneten bedeckt. Auf den Registerschränken wucherte ein sattgrüner Farn. Er musste an die Basilikumpflanze auf seinem Balkon denken, die seine Mutter ihm vergangene Woche zu seinem Einzug in die neue Wohnung geschenkt hatte. Damals war die Pflanze auch noch so grün und kräftig gewesen.

Herr Elsener drehte sich von seinem Computer weg. Erstaunen malte sich auf seinem ovalen Gesicht mit dem markanten Kinn.

„Ich werd‘ verrückt. Du bist das?“ Langsam stand er auf.

Major Huonder, der sie einander hatte vorstellen wollen, sah mit offenem Mund vom einen zum anderen.

„Sie beide kennen sich?“

„Das ist ja mal ein Zufall“, stiess Mannhart hervor. „Ich hatte keine Ahnung.“

Bevor irgendwer mehr sagen konnte, klingelte das Telefon.

„Elsener? Verstehe. Wo?“ Er kritzelte etwas auf einen Block.

„Sieht aus, als hätten Sie bereits Ihren ersten Fall, Herr Mannhart“, raunte Major Huonder neben ihm.

„Verstanden. Wir kommen sofort.“

ja, das ist also ein auszug
aus „Mannhart & Elsener – Josefwiese“, der erste band meiner krimiserie, den ich gerade ausgiebig überarbeite. wie gefällt euch der einstieg ins erste kapitel? welche erwartungen erfüllt er? was fehlt euch?

31 tage #autorenwahnsinn

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31 tage #autorenwahnsinn

tag 3: deine inspiration für das aktuelle projekt
angefangen hat die ganze sache mit einem dartpfeil.
knapp vier jahre ist es her, dass wir an der SAL dartpfeile auf eine stadtkarte von zürich geworfen haben. mein pfeil traf die josefwiese, gleich bei der kehrichtverbrennungsanlage.
„Oh, da kann man doch super eine leiche verschwinden lassen“, entfuhr es J.

ja, und so ist meine krimiserie „Mannhart & Elsener entstanden. mein diesjähriges projekt trägt momentan noch den arbeitstitel „statuette“. ich denke aber, es wird schliesslich „Heureka“ oder „Zürichhorn“ heissen. geschrieben habe ich es im vergangenen november auf Mallorca und jetzt sollte ich es bis im oktober soweit überarbeitet haben.
so sieht die inspiration für den zweiten band meiner kriminiserie aus:

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die inspiration für den 2. band von „Mannhart & Elsener“: die seepromenade

die geschichte spielt am zürichhorn, an der seepromenade und im kreis 8.

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erst einmal den überblick bekommen

autorenwort
autorenwort

endlich zurück! der sommer hat uns dieses jahr sehr verwöhnt. und ein bisschen fällt es mir schwer, mich wieder hinter meinen schreibtisch zu klemmen. andererseits habe ich nie zu schreiben aufgehört. einfach alles andere, als an meinem buchprojekt.

ich sitze vor meinem “Mannhart & Elsener”-krimi. fast drei monate lang habe ich die texte nicht mehr angesehen. und noch sind gut fünf kapitel zu schreiben. NUR noch fünf, bis die auflösung steht. das muss in diesem herbst doch zu schaffen sein – wäre ja gelacht … obwohl: wie oft habe ich meine persönliche dead-line schon nach hinten verschoben? viel zu oft natürlich.

die krimi-schreibpause lässt mich entsprechend ratlos vor der letzten abgespeicherten szene sitzen. was zum teufel wollte ich da erzählen und warum habe ich ausgerechnet am ende genau dieses satzes aufgehört? soll die szene noch weiter gehen oder war’s das? warum war’s das?

jeder autor kennt dieses pausen-tief. anstatt mich über mich selber zu ärgern oder ewig lange nach notizen zur szene zu suchen, habe ich mich entschieden, erst einmal die letzten entstandenen szenen zu markieren und zu ordnen. ich schreibe mit Scrivener von Literature & Latte. da habe ich die pinwand mit den kapiteln und szenen. diese werden als karteikärtchen angeordnet. bei mir bekommen die szenen-kärtchen je nach schauplatz eine farbe und eine farbige ecke für die erzählperspektive beziehungsweise für die personen, die in der szene auftauchen. so sehe ich in jedem kapitel, wo welche szene spielt und was passiert.20150817_105240

parallell dazu hängt ein dreifaches A3-spreadsheet an meiner bürowand.

das +: hier sehe ich diese infos ausgedruckt auf einen blick. wann welche figur auftaucht und wie lange sie mit der geschichte zu tun hat. ich mag halt papier zum anfassen. mit einem grünen pfeil markiere ich, an welcher szene ich gerade arbeite.

das -: wenn ich lange genug nicht auf das spreadsheet in meinem rücken schaue und einfach drauflos schreibe, folgt meine geschichte nicht meiner planung. die rück- oder umplanung verschlingt dann schon mal ein paar stunden arbeitszeit

wie organisiert ihr eure geschichten? wie behaltet ihr den überblick? und wie geht ihr mit schreibunterbrüchen um? danke für eure tipps und kommentare