#schreibwerkzeug

Das Papierstudio

Seit der Kurzgeschichte habe ich fleißig an meiner ursprünglichen Romanidee weitergefeilt –auch ein bisschen erleichtert, dass die Lust an den Charakteren noch da war. Und in diesen Tagen habe ich meine Liebe für Scrivener wiederentdeckt. Da ich schreibtechnisch nichts zu berichten habe, dachte ich, ich stelle mal mein Schreibprogramm vor.

Für die, die es nicht kennen, Scrivener wurde von Literature & Latte speziell für Autoren (egal ob Roman, Kurzgeschichte, Drehbuch, Zeitungsartikel oder wissenschaftliche Abhandlung) entwickelt und bietet so einiges, das Word und Co. nicht kann. Ich glaube, ich habe zum ersten Mal davon gehört, als auf der Website des NaNoWriMo erwähnt wurde, dass Gewinner die Vollversion zum halben Preis bekommen. Bisher habe ich trotzdem nur die Demo verwendet, die angeblich (es fühlt sich viel länger an) nach 30 Tagen Nutzung ausläuft.

Die Website vermittelt eine gute Idee davon, was das Programm alles kann, deshalb gehe ich nur kurz auf einige…

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Warum ich Scrivener liebe

Veröffentlicht in pinwand

erst einmal den überblick bekommen

autorenwort
autorenwort

endlich zurück! der sommer hat uns dieses jahr sehr verwöhnt. und ein bisschen fällt es mir schwer, mich wieder hinter meinen schreibtisch zu klemmen. andererseits habe ich nie zu schreiben aufgehört. einfach alles andere, als an meinem buchprojekt.

ich sitze vor meinem “Mannhart & Elsener”-krimi. fast drei monate lang habe ich die texte nicht mehr angesehen. und noch sind gut fünf kapitel zu schreiben. NUR noch fünf, bis die auflösung steht. das muss in diesem herbst doch zu schaffen sein – wäre ja gelacht … obwohl: wie oft habe ich meine persönliche dead-line schon nach hinten verschoben? viel zu oft natürlich.

die krimi-schreibpause lässt mich entsprechend ratlos vor der letzten abgespeicherten szene sitzen. was zum teufel wollte ich da erzählen und warum habe ich ausgerechnet am ende genau dieses satzes aufgehört? soll die szene noch weiter gehen oder war’s das? warum war’s das?

jeder autor kennt dieses pausen-tief. anstatt mich über mich selber zu ärgern oder ewig lange nach notizen zur szene zu suchen, habe ich mich entschieden, erst einmal die letzten entstandenen szenen zu markieren und zu ordnen. ich schreibe mit Scrivener von Literature & Latte. da habe ich die pinwand mit den kapiteln und szenen. diese werden als karteikärtchen angeordnet. bei mir bekommen die szenen-kärtchen je nach schauplatz eine farbe und eine farbige ecke für die erzählperspektive beziehungsweise für die personen, die in der szene auftauchen. so sehe ich in jedem kapitel, wo welche szene spielt und was passiert.20150817_105240

parallell dazu hängt ein dreifaches A3-spreadsheet an meiner bürowand.

das +: hier sehe ich diese infos ausgedruckt auf einen blick. wann welche figur auftaucht und wie lange sie mit der geschichte zu tun hat. ich mag halt papier zum anfassen. mit einem grünen pfeil markiere ich, an welcher szene ich gerade arbeite.

das -: wenn ich lange genug nicht auf das spreadsheet in meinem rücken schaue und einfach drauflos schreibe, folgt meine geschichte nicht meiner planung. die rück- oder umplanung verschlingt dann schon mal ein paar stunden arbeitszeit

wie organisiert ihr eure geschichten? wie behaltet ihr den überblick? und wie geht ihr mit schreibunterbrüchen um? danke für eure tipps und kommentare